Hufrehepony Nr. 2

Leider gehört es manchmal auch zum Beruf des Hufbearbeiters, schlechte Nachrichten zu überbringen. Zu der Stute, dessen Hufe ihr unten seht, wurde ich gerufen, weil die behandelnde Osteopathin der Besitzern empfohlen hatte, dass sich mal jemand anderes die Hufe des nunmehr seit gut 10 Jahren Hufrehe erkrankten Pferdes ansieht. Das Bild was sich mir bot, war mehr als traurig. Das Pferd litt sichtlich unter Schmerzen – der Zustand der Hufe war alles andere als ideal.

Bei an Hufrehe erkrankten Pferden gehe ich immer auf Nummer sicher und bitte um aktuelle Röntgenbilder, bevor ich die Hufe bearbeite – nur so kann man sich sicher sein, wie weit man bei der Bearbeitung gehen kann. Zwar zeigt einem der Huf auch rein äußerlich betrachtet schon ein paar Dinge an – Sicherheit bringen hier aber nur gute(!) Röntgenbilder. Also bat ich auch die Besitzerin der Stute schnellstmöglich Röntgenbilder machen zu lassen. Leider stellte sich bei den Bildern heraus, dass für das Pferd keine Hoffnung auf Genesung mehr besteht  – das Hufbein hatte sich im Laufe der Jahre zu sehr verändert. Die Stute wurde im Anschluss an die tierärztliche Untersuchung eingeschläfert.