Hufpflege

Hufpflege ist zu aller erst dann nötig, wenn Hufwachstum und Hufabrieb nicht im Gleichgewicht sind. Sprich das Pferd lebt auf Böden, deren Abrieb nicht ausreicht, um den Huf selbständig „in Form“ zu halten. Dies trifft hierzulande auf so ziemlich alle Pferde zu, da die Haltung nur selten so naturnah ist, wie es für eine Balance von Wachstum und Abrieb nötig wäre. Eine regelmäßige Bearbeitung der Hufe sorgt also sozusagen dafür, dass der Huf im Gleichgewicht bleiben kann.

Hufpflege ist aber auch dann nötig, wenn bspw. Fehlstellungen dazu führen, dass der Huf sich nicht gleichmäßig abnutzt. Es geht dann aber nicht darum, diese Fehlstellungen faktisch zu korrigieren (denn diese resultieren zumeist aus allem was oberhalb der Hufe zu finden ist), sondern die daraus resultierenden „Schiefe“ der Hufe im Zaum zu halten.

Hufpflege ist auch ein bedeutender Faktor im Hinblick auf die Behandlung von Erkrankungen wie bspw. Hufrehe. Auch wenn man oft den Eindruck bekommt, dass es bei der Behandlung von an Hufrehe erkrankten Pferden vor allem um die Fütterung geht, darf nicht vergessen werden, dass man auch den betroffenen Bereich – nämlich die Hufe – nicht außer acht lässt. Hufrehepatienten benötigen eine sehr engmaschige Bearbeitung – Intervalle von 2-4 Wochen sind ausschlaggebend für eine schnelle Heilung. Ich arbeite sehr eng mit dem Hufrehe Rehazentrum von Heike Bussang in Gemünden (Wohra) zusammen. In ihrer Klinik werden akute Hufrehepatienten umfassend und mit großem Fachwissen versorgt. Je schneller die korrekte Versorgung eines Hufrehepatienten beginnt, desto größer sind die Heilungschancen. Hufrehe ist immer ein Notfall!